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Liebe

"Du bist alles für mich." .. "Ohne dich kann ich nichtmehr leben."
Diese Aussagen höre ich sooft von Leuten in meinem Alter, gerichtet an ihre Partner.
Sieht man sowas als selbstverständlich an? Manchmal habe ich das Gefühl von mir würde verlangt auch so zu denken und es öffentlich und voller Ehrlichkeit kund zu tun. Der Gedanke von jemanden abhängig zu sein, und das bedeutet es für mich "Abhängigkeit", der ist beängstigend. Natürlich will ich nicht alleine sein, ich will gebraucht werden und jemanden brauchen. Aber doch nicht sosehr, dass es anders nicht geht. Natürlich soll der Mensch den ich liebe ein wichtiger, großer Teil meines Lebens sein, aber doch nicht alles. Sehe ich das als einzige so?
"Ich kann ohne dich nichtmehr leben." Wenn diese Aussage nur bei 60 Prozent der Wahrheit entsprechen würde, wo kämen wir denn dahin? Liebe in den jungen Jahren halten zu 99 Prozent niemals ewig. Würde es stimmen, würden sich zukünftig 99 Prozent aller Jugendlichen umbringen? Das kann es doch nicht sein.
Ich frage mich, ob Liebende automatisch diese Dinge denken, sich nicht einfach massiv selbst belügen und ob meine Liebe unehrlich und unecht ist, nur weil ich dieses Denken nicht teile, sondern fürchte. Wenn ich Angst habe auf einen Menschen angewiesen zu sein, dass meine Laune davon abhängt. Dass ich, wenn ich diesen Menschen mal nichtmehr als 'zu mir gehörig' betrachten kann, daran zu Grunde gehe. Ich weigere mich das zuzulassen!
Habe ich die Fähigkeit von ganzem Herzen zu lieben, denn dann verloren?
29.10.06 11:49
 


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